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Durch Kontakte zu Rotviehzüchtern und Kenntnisse von Projekten aus
anderen Biosphärenreservaten kam es vor vier Jahren rasch zur Gründung
eines "Arbeitskreis Harzer Rotes Höhenvieh", dem neben unserer Gesellschaft
die beiden Rotviehvereine des Harzes angehören.
Ziel war es, die Rotviehbestände im Harz auszuweiten und damit diesem
wunderschönen rotbraunen stämmigen Tier wieder eine Überlebensperspektive
zu geben.
Zudem wird das Rind zur Offenhaltung der Harzer Bergwiesen benötigt.
Die bisher in Handarbeit durchgeführte Bergwiesenmahd kann nämlich
vielerorts von den Gemeinden nicht mehr bezahlt werden.
Harzer Bergwiesen, Trockenrasen der Karstlandschaft Südharz und
das Harzer Rote Höhenvieh sind zudem starke Tourismusmagneten.
Das Hauptproblem für die Ausweitung der niedrigen Bestände des Harzer
Roten Höhenviehs war, dass diese älteste Rasse über die konventionellen
Vermarktungswege nicht gewinnbringend verkauft werden kann.
Das Harzer Rote Höhenvieh liefert im Vergleich mit den heutigen
Leistungsrindern weder viel Milch- noch viel Fleisch.
Hingegen war klar, dass die Qualität von Milch und Fleisch dieser
Rasse hervorragend ist und ein erster Vermarktungsgewinn dann zu
erzielen ist, wenn die Tiere direkt vom Züchtern an den Endverbraucher
vermarketet werden, also kein Zwischenhändler den Gewinn für den
Züchter reduziert.
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