Landschaftsfotografie
im Gipskarst / Wanderung zu den Glockensteinen nach Steigerthal
Sonntag, 14. Mai 2006, 10.00 –
13.00 Uhr, Nordhausen
Treffpunkt: Nordhausen, Wohngebiet Ost (Hallesche
Straße,
Richtung Leimbach), Parkplatz Minimal-Markt
Frank Lawrenz kennt nicht nur die Standorte von seltenen
Pflanzen, er weiß auch sie ins rechte Licht zu setzen. Die
Wanderung im Mai verspricht Lichtverhältnisse, die dies
gewährleisten. Die Glockensteine bei Steigerthal sind ein
mystische, von Sagen umwobener Ort. Die Wanderung bietet besondere Ein-
und Ausblicke in die Südharzlandschaft. Frank Lawrenz gibt
Tipps und verrät Kniffe zur Landschaftsfotografie und
erzählt über die Besonderheiten am Wegesrand. Es
handelt sich um einen Rundwanderweg, ja nach Lust und Laune der
Teilnehmer kann in den „Felsenkeller“ in
Steigerthal eingekehrt werden. Führung: Frank
Lawrenz (Mitglied
der Fachgruppe „Heimische Orchideen“ und Fotograf
aus Leidenschaft)
Karst,
Erdfälle und Seen rund um Seesen
Sonntag, 21. Mai 2006, 14.00
Uhr, Seesen
Treffpunkt: Städtisches Museum, Wilhelmsplatz 4, Seesen
Seesen kommt von „Seehusa“ =
„Seehausen“ – und in der Tat ist Seesen
eine früher und auch noch heute von zahlreichen Erdfallseen
und Sumpfgebieten umgebene Stadt. Z.B. ist das örtliche
Amtsgericht von Erdfällen regelrecht umzingelt. Die Exkursion,
die aufgrund der Länge teilweise mit dem PKW
bewältigt wird, führt zu einigen
ausgewählten Erdfallstrukturen und zeigt die Entstehung und
Bedeutung dieser heute unter Naturschutz stehenden Hohlformen auf.
Abschließend kann inmitten einer Erdfall-Landschaft in der
Winkelsmühle (www.winkelsmuehle-seesen.de) eingekehrt
werden.
Führung: Friedhart Knolle (Geologe)
Iberg
/ 2000 Jahre Eisenerzbergbau und die Gefährdung durch den
Winterbergsteinbruch
Sonntag, 18. Juni 2006,
14.00-17.00 Uhr, Bad Grund
Treffpunkt: Parkplatz Hübichenstein am Iberg bei Bad
Grund
Der Name "Iberg" kommt wahrscheinlich von
"Eisenberg" und ist ein Ort
sehr alten Bergbaus - schon vor 2000 Jahren wurde hier von den Alten
Bergbau auf Eisen betrieben. Heute ist dieser einzigartige Harzer Berg
von Höhlen und Bergwerken nur so durchlöchert - auf
unserer Wanderung über den Iberg lernen wir diese
Bergwerkslandschaft näher kennen. Die Höhlen stehen
unter Naturschutz und bieten im Winter als Fledermaus-Winterquartiere
diesen fliegenden Säugetieren frostsichere Räume zum
Überleben. Der südliche Teil des Iberges steht als
FFH-Gebiet unter Schutz, leider aber nicht der westliche und
nordwestliche Teil des Berges - er fällt derzeit dem riesigen
Winterbergsteinbruch zum Opfer. Im Anschluss kann die Iberger
Tropfsteinhöhle besichtigt werden.
Führung: Friedhart
Knolle (Geologe)
Waldbau
und Jagd im Harzfelder Holz
Sonntag, 09. Juli 2006, 10.30 Uhr,
Harzungen
Treffpunkt: Kirche Harzungen
Eine Exkursion mit Erläuterungen zu historischen Nutzungen im
Harzfelder Holz, zu Standortansprüchen und der Anpassung hier
vorkommender Baumarten, Baumartenbestimmung und Lebensgemeinschaften im
Wald. Bernd Meyer erzählt aus dem Tagebuch eines
Revierförsters. Warum braucht der Specht alte Bäume,
welche Funktion haben Eichhorn, Haselmaus und Eichelhäher im
Ökosystem Wald? Was unterscheidet Rotbuche von
Weißbuche, Traubeneiche von Stieleiche? Das sind nur einige
Fragen, auf die wir im Rahmen der Wanderung eine Antwort finden
werden. Führung: Bernd Meyer (Revierförster
a.D.)
Flora
und Fauna am Grünen Band bei Walkenried
Samstag, 5. August 2006, 14.00 bis 17.50
Uhr,
Walkenried/Ellrich
Treffpunkt: Walkenried Bahnhof (auf Zuganreisende aus den
Richtungen Northeim/Nordhausen wird gewartet)
Ende der Wanderung: Ellrich Bahnhof (Zuganschlüsse Richtung
Nordhausen oder Walkenried-Northeim um 17.58 Uhr)
Der ehemalige Grenzstreifen zwischen Walkenried und
Ellrich bietet eine
große Zahl von Lebensräumen. Von blumenbunten Wiesen
bis zu alten Buchenwäldern durch kühle
Schluchtwälder und Erdfälle führt diese
Wanderung immer entlang des Grünen Bandes. Es werden die
floristischen und faunistischen Besonderheiten des Gebietes
vorgestellt.
Führung: Ursula Schäfer (Biologin)
Pilze im Gipskarst „Ritterlinge, Glasköpfe und andere
Pilze im Karst“ – Eine Pilzlehrwanderung mit
Fotostopps
Sonntag, 17. September 2006, 10.00 – 13.00 Uhr,
Hörningen
Treffpunkt: Alte Eiche in Hörningen, Festplatz
Ende: Bahnhof Walkenried (Zuganschluss)
Dr. Heinig ist ein profunder Pilzkenner. Die unter seiner
Führung stehende Exkursion hat zum Ziel die verschiedensten
Biotope des Gipskarstes (vom sonnenexponierten Halbtrockenrasen
über den feuchten Schluchtwald einschließlich der
Kohnsteinschwinde) zu erkunden und unter Berücksichtigung der
jeweiligen Standortansprüche die Lebensweise der dort
vorkommenden Pilze zu erläutern und das Bewusstsein
für die kleinen Schätze in unserer Landschaft zu
wecken.
Führung: Dr. Heinig (Mitglied der Deutschen
Gesellschaft für Mykologie (DGfM) und der Thüringer
Arbeitsgemeinschaft Mykologie (ThAM), auch als Pilzberater
tätig).
Natura 2000: Bewirtschaftung im Natura 2000 Gebiet
„Hunnengrube“ bei Klettenberg
Sonntag, 24. September 2006, 14.00 Uhr, Klettenberg
Treffpunkt: Kirche Klettenberg
Dr. Niepagen ist Mitarbeiter im Schwerpunkt Naturschutz des
Thüringer Forstamtes Sondershausen. Zusammen mit Kollegen
steht er vor der spannenden Aufgabe, die von der EU definierten
Anforderungen der FFH-Richtlinie in Thüringen umzusetzen. Die
Exkursion soll mit Blick auf das aus naturschutzfachlicher Sicht
wertvolle Karstgebiet um Klettenberg dazu beitragen, den
Verständigungsprozess zwischen Verwaltung, Bewirtschaftern und
anderen Mitwirkenden wie Umweltverbänden zu fördern
und zum Meinungsaustausch anzuregen. Die Wanderung bietet nicht nur
Insidern Gesprächsstoff, sondern dem aufmerksamen Betrachter
auch Einblicke in kulturhistorische
Bewirtschaftungsweisen.
Führung: Dr. Niepagen (Forstdirektor)
Rüdigsdorfer
Schweiz: "Rotvieh, Radler oder Rösti" - Möglichkeiten
der sanften Nutzung der Karstlandschaft Südharz
Sonntag, 15. Oktober 2006, 13.00-16.00 Uhr, Rüdigsdorf
Treffpunkt: Rüdigsdorf, Parkplatz am Ortseingang
Wanderung durch die Rüdigsdorfer Schweiz zu Orten der
praktizierten sanften Landnutzung. Vorstellung der Lebensräume
einer alten Kulturlandschaft und Modelle moderner schonender
Nutzung.Einkehrmöglichkeit im Anschluss im
Künstler-Cafe Kerwitz.
Führung: Ursula Schäfer (Biologin)
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